Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

Die Effizienzfabrik

 

 

PROFIL

Ob Windkraftanlagen, Automobilproduktion oder Verkehrstechnik – in all diesen Zukunftsmärkten ist elektrische Verbindungstechnik essenziell. Ob bei der Vernetzung von Energie, Signalen und Daten oder von Mitarbeitern und der Gesellschaft – die moderne Welt braucht Verbindungen.
Und genau dafür steht Weidmüller mit seinen Innovationen, seiner Kreativität und seit über 40 Jahren seinem nachhaltigen Engagement.

GRÜNDUNG: 1850
BRANCHE: Elektrotechnik
MITARBEITER: 4.500
ANSPRECHPARTNER:
Helene Derksen-Riesen
Leiterin internationales Gebäude-/Energiemanagement
+49 5231 14-292845
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Energieeffizienz und Klimaschutz werden bei uns seit Jahrzehnten gelebt. Die kontinuierliche Reduzierung der verwendeten Rohstoffe, der Emissionen und des Energieverbrauchs ist Teil unserer ökologischen Verantwortung. Diesen hohen Anspruch verfolgen wir aus voller Überzeugung weltweit.

Jörg Timmermann · Finanzvorstand und Vorstandssprecher

AUSGANGSSITUATION

Ressourcen- und Energieeffizienz in der eigenen Produktion sind für den Standort Deutschland von großer Bedeutung. Angesichts des Klimawandels und der immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen rückt die Verbesserung der Energie- und Anlageneffizienz verstärkt in das Zentrum vieler Unternehmen.

2009 hat Weidmüller mit dem Aufbau eines technischen Energiemanagement-Systems begonnen, um Energieflüsse und -verbräuche zu dokumentieren. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse wurden bei der Planung und Umsetzung des Neubaus der Produktionshalle „Niemeierstraße“ konsequent berücksichtigt.

Das dabei angewandte Konzept basiert auf fünf Kernmaßnahmen in den Bereichen Wärmerückgewinnung, Klimatisierung, Beleuchtung und Dämmung, Druckluftoptimierung sowie Stromtransport.

ZIEL

Wir wollten nicht nur eine energieeffiziente Halle bauen, die den aktuellen Anforderungen entspricht. Wir wollten ein umfassendes System etablieren, um den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

PROJEKT/MASSNAHME

Grundsätzlich wurden Anforderungen/Ausschreibungen deutlich über die aktuell geltenden Normen angehoben. Entscheidend für die Auswahl bei Gebäudetechnik etc. war immer die energieeffizienteste Variante.

Von Anfang an wurde die Anlagentechnik auf Synergieeffekte konzipiert:

  • Die benötigte Wärme wird bei Produktionsmaschinen und Querschnittstechnologien (Druckluftanlage/ Kältemaschine) eingesammelt.
  • Wärmeverteilung via Niedertemperaturnetz (bis 40 °C) an die entsprechend ausgelegten Verbraucher
  • Keine separate Heizungsanlage – für höheren Wärmebedarf (bis ca. 75 °C) wurde ein weiteres Netz eingerichtet.
  • drastische Reduzierung des Heizbedarfes im Verwaltungsgebäude durch Nutzung der Abwärme aus der Produktionshalle
  • thermische Beheizung mit Abwärme von ca. 250 m2 Rampenanlagen bei Frost
  • 2 Effizienz-Transformatoren im Untergeschoss minimieren die Niederspannungs-Verluste.

Die Effizienzfabrik.

ERGEBNIS

  • ca. 730.000 kWh Stromeinsparung/Jahr
  • ca. 1.400.000 kWh weniger Erdgas/Jahr
  • Energieverbrauchswert der Produktionshalle von nur 22 kWh/m2
  • erheblich weniger Energieverbrauch als in der aktuellen Energieeinsparverordnung vorgeschrieben

 

 

 

AUSBLICK

Ausgehend von den Erfahrungen mit unserer „Effizienzfabrik“ haben wir eine eigene Abteilung für Lösungen im Energiemanagement gegründet. Hier wollen wir die gesammelten Erkenntnisse an andere Unternehmen und Kunden weitergeben und haben dafür ein ganzheitliches Energiemanagement entwickelt – von der Hardware, der Software und der Beratung.

Die nächsten Schritte sind weitere Einsparpotenziale zu identifizieren und vor allem die Mitarbeiter weiter für das Thema Energieeffizienz, insbesondere am Arbeitsplatz, zu sensibilisieren.

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