Stadtwerke Karlsruhe GmbH

Die Sparfüchse aus der Karlsruher Energieschule

 

 

PROFIL

Besser versorgt, weitergedacht – dieser Leitsatz ist die konzeptionelle Basis unserer Arbeit als Stadtwerke in Karlsruhe und Umgebung. Das heißt, dass Umwelt- und Klimaschutzaspekte wesentlich bei der Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser berücksichtigt werden – und zwar schon seit vielen Jahren. Dabei steht besonders die Erhöhung der Energieeffizienz im Fokus.

GRÜNDUNG: 1997 (Umgründung zur GmbH)
BRANCHE: Energie- und Trinkwasserversorger
MITARBEITER: ca. 1.150
ANSPRECHPARTNER:
Markus Schleyer
Leiter Referat Umweltschutz
der Stadtwerke Karlsruhe GmbH
+49 721 599-1070
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Unsere Energie-Scouts sind junge Energievisionäre. Mit ihren Ideen zeigen sie, dass Umweltschutz richtig Spaß machen kann. Sie unterstützen uns auf dem Weg zum klimafreundlichen Stadtwerk.

 

Markus Schleyer · Leiter Referat Umweltschutz der Stadtwerke Karlsruhe GmbH

AUSGANGSSITUATION

2014 wurde die „Karlsruher Energieschule“ ins Leben gerufen: ein Gemeinschaftsprojekt von Michelin, Netze BW, Ettlin AG und uns. Unter der Federführung der IHK Karlsruhe und dem Dach der Technologie Region Karlsruhe. „Von Praktikern für Praktiker“ – so sollen Unternehmen erfolgreich umgesetzte Projekte zur Energieeinsparung hier vorstellen und andere Firmen bei der Implementierung entsprechender Maßnahmen unterstützen. Wissenstransfer in Reinkultur also. Den eigentlichen Start stellte dabei die Mentoringrunde „Auszubildende als Energieberater“ dar.

ZIEL

Als regionalem Versorger liegt uns viel daran, gerade junge Menschen für Energieeffizienz und Energieeinsparung zu sensibilisieren. Somit war das Projekt „Auszubildende als Energieberater“ für uns ein besonders wichtiger Bestandteil der Energieschule.

 

 

PROJEKT/MASSNAHME

2016 übernahmen wir nach der ersten Runde von Michelin die Rolle des Wissens-Mentors und zwar mit unseren Energie-Scouts: In einem Zertifizierungslehrgang der IHK werden Azubis zu Energiebeauftragten ausgebildet. Das heißt 25 Unterrichtseinheiten zu energietechnischen Grundlagen, Präsentations- und Gesprächstechniken, begleitend zur praktischen Ausbildung. Die Energie-Scouts lernen die systematische Bearbeitung eines Effizienzprojekts, das sie im Betrieb mit ihrem Betreuer eigenverantwortlich durchführen.

Bei uns kam die Raumbeleuchtung der Lehrwerkstatt auf den Prüfstand: Der Energieverbrauch der vorhandenen Leuchtstoffröhren wurde analysiert, geeignete Alternativen gesucht, getestet und Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt.

Das Ergebnis: Die Anzahl der Leuchten wurde deutlich reduziert und der Rest komplett durch moderne LED-Leuchten ersetzt.

Visionäre. Multiplikatoren. Sparfüchse – unsere Azubis.

ERGEBNIS

  • Jährlich sparen wir 75 % Strom bei der Beleuchtung der Lehrwerkstatt im Vergleich zum Ausgangszustand. Das sind rund 1.640 Kilogramm CO2. Die Umbaukosten amortisieren sich bereits nach zwei Jahren.
  • Die Azubis wurden für Energieeffizienz und Klimaschutz sensibilisiert. Motiviert. Sie übernehmen Eigenverantwortung, werden selbstständiger und wenden ihr Wissen auch im Privaten als Multiplikatoren an.
  • Durch den Lehrgang mit Abschlusszertifikat der IHK-Bildungsakademie wird die Ausbildung noch attraktiver.

 

 

AUSBLICK

Im Rahmen der „Karlsruher Energieschule“ wollen wir weitere Unternehmen vom Modell der Energie-Scouts begeistern. Intern geht das Projekt in eine neue Runde.

Eine nächste Generation hat bereits nach Einsparmöglichkeiten gesucht und zwei Projekte entwickelt: den „Solarluftkollektor“ – Einsparung von CO2 durch Reduktion der Heizwärme inklusive Frischluftaufbereitung. Und Bau einer Ladestation für Pedelecs, die durch Solarpanels mit Strom versorgt wird.

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