Georgsmarienhütte GmbH

Gelebtes Energiemanagement

PROFIL

Stahl aus Georgsmarienhütte – Stabstahl, Halbzeug, Roh- und Blankstahl – wird überall eingesetzt, wo Belastungen am größten sind, Kraft erzeugt und übertragen wird, es auf verschleißfesten Betrieb ankommt. Wir sind in Europa einer der führenden Produzenten – da ist es für uns selbstverständlich, dass wir uns bei knapper werdenden Ressourcen und steigenden Energiepreisen engagieren, um den Verbrauch zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

GRÜNDUNG: 1856
BRANCHE: Stahlerzeugung
MITARBEITER: 1.300
ANSPRECHPARTNER:
Reimund Laermann
Leiter Energiemanagement
+49 5401 39-6180
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Bei knapper werdenden Ressourcen, steigenden Energiepreisen und der zu schützenden Umwelt müssen wir Bedarfe reduzieren und Effizienz steigern. Das gelingt nur mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die motiviert sind, hierfür ihr Bestes zu geben – jeden Tag, jeder an seinem Platz.

Reimund Laermann · Leiter Energiemanagement

AUSGANGSSITUATION

Ohne Frage gehören wir als Stahlwerk zu den energieintensiven Branchen der deutschen Industrie. Der Einsatz von großen Strom- und Erdgasmengen hat schon früh dazu geführt, dass wir uns mit einem Energiemanagement beschäftigen, das alle Aktivitäten zur Minimierung des Energieeinsatzes bündelt.

Ab 2009 haben wir uns intensiver mit der Optimierung des Energieeinsatzes beschäftigt. Hier wurde vor allem auf die Hauptverbraucher geschaut und dort nach Einsparmöglichkeiten gesucht.

Durch die Energiewende und die damit verbundene Gesetzgebung ist die ganzheitliche Betrachtung aller Energiebedarfe wichtiger denn je geworden.

ZIEL

Entwicklung eines „gelebten Energiemanagements“: systematische und umfassende Einbeziehung aller Bereiche – von den Säulen Mensch, System und Technik getragen –, um vorzeigbare Erfolge zu erzielen.

 

Ein wesentlicher Baustein sind dabei die Mitarbeiter. Und zum anderen die maximale Transparenz über alle Energieströme, Maßnahmen, deren Erfolge und Verluste.

PROJEKT/MASSNAHME

1. System:

Entwicklung Plattform für Energiemanagement:
Basismonitoring, komplette Darstellung/Archivierung der Energieverbräuche, Kostenstellenzuordnung, Reportings, Kennzahlen als Basis für Optimierung von Prozessen/Anlagen

2. Technik:

  • Bereinigung vorhandener Netzstrukturen
  • Überprüfung Messstellen
  • Prüfung/Anpassung vorhandener Bauteile
  • Nutzung der Abwärme
  • tageslichtgesteuerte Hallenbeleuchtung

3. Mitarbeiter:

  • Berufung Energiemanagement-Beauftragter, Bildung Energieteam
  • Energiepaten auf den Wechselschichten
  • Energieschulungen für 2/3 aller Mitarbeiter
  • Gewinnbeteiligung der MA an Erfolgen beim Energiesparen (2013)
  • innerbetriebliches Ideenmanagement
  • intensive, barrierefreie Kommunikation mit direktem Kontakt zu Energiebeauftragten, Aktionen/Give-aways

Energiemanagement muss man leben.

ERGEBNIS

  • Reduzierung des Druckluftverbrauchs um 35 % auf 95.100.000 Nm3/Jahr
  • Stromeinsparung durch Optimierung der Beleuchtung im Blankstahlbetrieb um circa 60 %
  • Wassereinsparung beim beim Roh- und Trinkwasser
  • Reduzierung des Erdgasverbrauchs um circa 25 Mio. kWh in einem durchschnittlichen Produktionsjahr 

 

 

 

AUSBLICK

Wir werden auch in Zukunft diesen Weg weitergehen. Denn Sensibilisierung und Information sichern den Weg zu einem „gelebten Energiemanagement“ auf unserer Hütte. Der Kollege vor Ort kennt seine Umgebung am besten und nimmt Veränderungen am schnellsten wahr. Dieses Potenzial wollen wir dauerhaft einbinden.

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