CHMS GmbH & Co. KG

Mehrfachnutzung von Wasser und Regenwasser

 

 

PROFIL

CHMS (Coburger Handtuch+Matten-Service) vermietet und wäscht Stoffhandtuchrollen, Schmutz- und Logomatten sowie Feuchtwischbezüge. Seit 1990 entwickeln wir kontinuierlich neue Verfahren und Techniken, um die Effizienz unseres Unternehmens zu optimieren und damit die Umwelt zu schonen.

GRÜNDUNG: 1954
BRANCHE: Textilreiniger, textiler Mietdienst
MITARBEITER: 43 
ANSPRECHPARTNER:
Joachim Krause
Inhaber
+49 9563 309-90
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Als Unternehmer muss ich Klimaschutz selber vorleben, damit er erfolgreich im Unternehmen umgesetzt werden kann.

Joachim Krause · Inhaber

AUSGANGSSITUATION

Als Wäscherei haben wir einen hohen Bedarf an Wasser, Energie (Öl oder Gas) und Waschchemie. Wir haben ihn im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung erfasst, kontinuierlich Einsparungsmaßnahmen analysiert und umgesetzt. So wurden z.B. der Maschinenpark und innerbetriebliche Abläufe optimiert, bis hin zur Mehrfachnutzung von Wasser oder Regenwassernutzung.

Die wichtigste Frage aber war, wie wir einen höheren Anteil unseres Abwassers wiederverwenden können. Wenn man weiß, dass wir rund 20 Tonnen Textilien täglich reinigen und drei Waschstraßen im Zwei-Schicht-Betrieb laufen, ist klar, welches Einsparpotenzial hier liegt.

ZIEL

Die abwasserfreie Wäscherei.

Ein ambitioniertes Projekt, das wie alle unsere Effizienzmaßnahmen darauf ausgerichtet ist, eingesetzte Ressourcen zu einem möglichst großen Teil wiederzuverwenden. Denn so können wir den Energieverbrauch unseres Unternehmens rapide senken.

PROJEKT/MASSNAHME

Die Idee: Wie bei einer Trinkwasseraufbereitungsanlage reinigen wir entstehendes Schmutzwasser.

Das Verfahren: Eine innovative Elektrolyseanlage/ Filterkombination. Das Schmutzwasser wird aufgespalten, um Verunreinigungen abtrennen zu können. Dazu neutralisiert man den pH-Wert (neutrales Wasser kann weniger Schmutz halten), pumpt es in einen Hochbehälter, sodass sich der Schmutz als Sediment absetzt und entfernt werden kann. Dieses vorgereinigte Abwasser wird über Metallplatten geleitet, die abwechselnd positiv und negativ gepolt sind. Die dadurch elektrisch geladenen Schmutzpartikel schweben, verbinden sich nach und nach zu größeren Partikeln, die schließlich abgesondert werden.

Die Wirkung: Es entsteht kein Schlamm wie bisher, sondern trockenes Material, das in der Müllverbrennung entsorgt wird. Das Abwasser wird auf Trinkwasserqualität aufbereitet und im nächsten Prozessdurchlauf wiederverwendet. Lediglich kleinere Wasserverluste durch Verdampfen müssen ausgeglichen werden.

Saubere Leistung – in jeder Hinsicht.

ERGEBNIS

  • Statt 24 m3 Wasser (1990) verbrauchen wir heute nur noch 2,2 m3.
  • 97 % Wasserrecycling bei jedem Waschgang

AUSBLICK

Betrieblicher Umweltschutz ist für uns ein grundsätzlicher, kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Wir arbeiten also jeden Tag an allen kleinen und großen Stellschrauben, um unsere Energie und Ressourceneffizienz zu optimieren – alle, von den Mitarbeitern, den Lieferanten bis zum Vertrieb, ziehen an einem Strang.

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